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Manche mögens's heiß...

 

... doch Umweltexperten raten dazu, das eigene Heizverhalten in der Wohnung genau unter die Lupe zu nehmen. So wird nicht nur die Umwelt geschont - sondern auch der Geldbeutel!

 

Von Anne Bolsmann, WAZ

 

Wenn man abends in die kalte Wohnung zurückkommt, heißt es erstmal: Heizung aufdrehen. Und dabei machen viele schon den ersten Fehler, wie Sigrun Krümmel von der Verbraucherzentrale Gelsenkirchen verrät: „Oft wird der Thermostat dann auf die höchste Stufe gedreht, weil viele Leute glauben, dann wird die Heizung schneller warm. Das stimmt so aber nicht – jede Zahl auf dem Thermostat steht für eine bestimmte Raumtemperatur, das Heizen geht aber nicht schneller, wenn man eine höhere Temperatur einstellt. Dann wird es lediglich mit der Zeit immer heißer…“

 

Krümmel rät dazu, sich die Zeit zu nehmen, um sich mit der eigenen Heizung vertraut zu machen. „Denn leider sind die Thermostate nicht genormt, deshalb kann man nicht automatisch sagen, Stufe vier steht für 20 Grad Raumtemperatur. Das ist bei jeder Heizung anders.“

 

Zudem sein es wichtig, dass Thermostatventil und Raum-Temperaturfühler gut aufeinander abgestimmt seien. „Beides darf zudem nicht zugestellt oder von Vorhängen verdeckt sein. Sonst kann das System die aktuelle Raumtemperatur nicht ermitteln“, sagt Krümmel. Die Folge: Die Wärme staut sich, die Heizung schaltet einen Gang runter, und das Zimmer beleibt kalt. Auch Armin Hardes vom Referat Umwelt der Stadt rät, das Heizverhalten gründlich unter die Lupe zu nehmen. „Bei manchen Leuten fragt man sich, wofür sie konstante 25 Grad im Wohnzimmer brauchen“, sagte er. Und: „Jedes Grad, das man herunterschaltet, spart etwa sechs Prozent Heizenergie ein und damit auch CO2.“

 

Eine Tabelle der Energie-Argentur NRW zeigt: Bei 20 Grad Raumtemperatur verbraucht eine Ölheizung rund 500 Liter Heizöl pro Jahr und belastet die Umwelt mit 1500 kg CO2. Wird das Zimmer auf 22 Grad aufgeheizt, werden jährlich 60 Liter Heizöl mehr verbraucht und die CO2-Belastung steigt um rund 200 kg an. Die Skala ist nach oben offen.

 

„Das ist nicht nur eine Umweltfrage, sondern bei den heutigen Energiepreisen auch viel Geld. Davon kann man lieber mal nett essen gehen“, sagt Krümmel. (…)

 

Quelle: WAZ, 09.03.2007, Serie: Klimaschutz, Lokalteil Buer, Horst, Westerholt